FAQ

Warum muss eine Transaktionsnummer übermittelt werden, und muss dies immer geschehen?

Im Falle von Zytostatika und Parenteralen Lösungen verbirgt sich hinter der auf dem Rezept aufgedruckten Pseudo-PZN eine Vielzahl von PZN für Fertigarzneimittel, aus denen sie in den speziell hierfür zugelassenen Apotheken angefertigt werden. Jedes dieser anteiligen Arzneimittel kann für sich selbst rabattfähig sein. Die Vielzahl der PZN lässt sich jedoch nicht auf das Rezept drucken. Folglich sind diese speziellen Apotheken im Umfeld der gesetzlichen Krankenversicherung seit dem 01.01.2010 dazu verpflichtet, die PZN der Medikamente, die verwendet wurden, sowie eine Transaktionsnummer an die Apothekenrechenzentren (ARZ) elektronisch zu melden und diese auf die Rezepte zu drucken.

Es wird nun von Seiten des PKV-Verbandes überlegt, dieses Verfahren für die Abwicklung der Herstellerrabatte auch für den Bereich der Privaten Krankenversicherung nutzbar zu machen. Dazu soll, als ein möglicher Weg, eine Anbindung von ZESAR an die ARZ erfolgen, um für die Versicherungsunternehmen bzw. Beihilfeträger diese elektronischen Daten abzufragen. ZESAR kann dann entweder aus den Daten, die zu einer Transaktionsnummer geliefert werden, entsprechend viele PZN-Datensätze erzeugen und dafür die Rabatte auf der Basis des Faktors und des Anteils der Kostentragung generieren oder die vom ARZ geholten Daten an die Versicherungsunternehmen bzw. Beihilfeträger zurücksenden, damit diese die PZN-Datensätze daraus selbst generieren.

Die Unternehmen können eine solche Anbindung an die ARZ auch über andere Wege, wie zum Beispiel den Insurance Service Hub herstellen, um die Daten selbst bei den ARZ anzufordern und die entsprechenden PZN-Datensätze zu erzeugen.

Die Transaktionsnummer soll nur dann von den VU bzw. den Beihilfeträgern im PZN-Datensatz mitgegeben werden, wenn es sich bei dem Arzneimittel um ein Zytostatika bzw. eine Parenterale Lösung handelt und die Daten von den ARZ über ZESAR angefordert werden sollen.

Das Verfahren zur Abrechnung von Zytostatika wird noch konzipiert. Die Transaktionsnummer kann erst nach Umsetzung dieses Verfahrens geliefert werden.